Zehn europäische Bürgermeisterinnen und Bürgermeister haben diesen Monat einen historischen Meilenstein gesetzt: Sie haben die Gas-Free Cities Erklärung offiziell unterzeichnet und die Gesamtzahl der unterzeichnenden Städte auf zehn erhöht.
Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner aus Städten in Deutschland, Dänemark, Polen, Frankreich und Italien vertreten zusammen mehr als 8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Jede Stadt hat sich zu einem konkreten Zeitplan für den Ausstieg aus fossilem Gas in städtischen Gebäuden verpflichtet — beginnend mit Neubauten und bis hin zum bestehenden Gebäudebestand innerhalb eines Jahrzehnts.
Ein Signal an die nationalen Regierungen
Kampagnenkoordinatorin Manon Laudy bezeichnete den Meilenstein als „Wendepunkt". Sie sagte: „Wenn zehn Städte in ganz Europa mit einer Stimme sprechen, hören nationale Regierungen und EU-Institutionen zu. Dies ist keine Randposition mehr — es ist Mainstream-Klimapolitik."
Die Unterzeichnungszeremonie, die virtuell stattfand, wurde von Vertreterinnen und Vertretern der jeweiligen Stadtverwaltungen sowie Beobachterinnen und Beobachtern der Europäischen Kommission und mehrerer nationaler Energieministerien besucht.
Wozu sich die Unterzeichnenden verpflichten
Im Rahmen der Erklärung verpflichten sich Bürgermeisterinnen und Bürgermeister dazu:
- Fossile Gasanschlüsse in allen Neubauten bis zu einem Zieljahr (in der Regel 2030–2035) zu beenden
- Die bestehende Gasheizungs- und Kochinfrastruktur innerhalb von zehn Jahren nach der Unterzeichnung schrittweise abzubauen
- In saubere Alternativen zu investieren, einschließlich Wärmepumpen, Fernwärme und erneuerbarer Energien
- Jährlich öffentlich über Fortschritte zu berichten
Städte erhalten außerdem Zugang zu einem Peer-Netzwerk, einem technischen Hilfsprogramm und einem spezialisierten EU-Förderberatungsdienst des Kampagnenteams.
Nächste Schritte
Die Kampagne befindet sich derzeit in aktiven Gesprächen mit weiteren fünfzehn Städten in den Niederlanden, Österreich, Schweden und Spanien. Die Kampagnenleitung erwartet, im ersten Quartal 2025 weitere Unterzeichner bekanntzugeben.
Presseanfragen richten Sie bitte an Manon Laudy.